Barrierefreies Webdesign
"Webseiten werden für Menschen geschrieben und programmiert." - Und zwar für Alle! Bei dem Stichwort "Barrierefreiheit" fallen uns behindertengerechte Zugänge zu Gebäuden und Toiletten oder Bus und Bahn ein. Auf welche Barrieren können denn Surfer im Netz stoßen - behindert oder nicht?
Eine Webseite, welche die Farben rot und grün als Hervorhebung für Links oder wichtige Navigationselemente benutzt, bereitet Rot-Grün-Blinden einige Schwierigkeiten bei der Orientierung. Ist eine Homepage oder ein Formular nur mit der Maus navigierbar, wird ein Spastiker sich anders orientieren und die nächste Webseite aufrufen. Onliner mit einer langsamen Internet-Verbindung blenden oft Grafiken im Browser aus. Rein grafische Navigationsleisten lassen diese User im Regen stehen! Die Zugänglichkeit zu den Inhalten ist erschwert oder gar unmöglich.
Sie denken, das betrifft nur wenige Surfer? Ein Großteil der behinderten Menschen nutzt das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium stärker als die restliche Bevölkerung. Der Anteil der älteren Internet-User ist gestiegen - die Prognosen für die kommenden Jahre sagen für diese Bevölkerungsgruppe das stärkste Wachstum voraus.
Sie denken, das kostet zu viel? Eine barrierefreie Webseite mag in Planung und Entwicklung mehr Zeit und Aufwand bedeuten. Das macht sich aber bezahlt: Können Sie es sich denn leisten, große Besuchergruppen vom Zugang zu Ihrer Homepage auszuschließen? Der Gesetzgeber plant,
barrierearmes Internet weiter zu fordern und zu fördern. Behörden von Bund, Ländern und Gemeinden müssen bereits seit Ende letzten Jahres ihre Internet- und Intranetseiten schrittweise so umstellen, dass sie auch von behinderten Menschen möglichst uneingeschränkt genutzt werden können. Diese Vorgaben sollen auch für Webseiten von gewerblichen Unternehmen und Freiberuflern eingeführt werden.
Sie denken, das sieht nicht schön aus? Barrierefreie Webseiten können sehr kreativ und modern gestaltet werden. Auf Grafiken soll ja nicht verzichtet werden, die Inhalte der Seite sollen aber auch dann zugänglich sein, wenn die Grafiken unsichtbar sind. Mit Hilfe von Cascading Style Sheets (CSS) werden Inhalt und Design strikt voneinander getrennt. Positiver Nebeneffekt: Die Texte sind so leichter zu pflegen.(s.a. Content Management)
Die wichtigsten "blinden" Besucher Ihrer Homepage sind übrigens die Suchmaschinen. Sie lesen nur den Quellcode, für sie ist eine Grafik ohne Alternativtext oder Titel nicht auswertbar. Barrierefreie Webseiten haben bei den sog. Spidern, die das Internet nach für den gesuchten Suchbegriff relevanten Homepages durchforsten, bessere Karten. (s.a. Suchmaschinen-Optimierung)
Rufen Sie uns an - wir beraten Sie gerne: Impressum! Wir prüfen auch bestehende Internet-Seiten auf Barrierefreiheit und ergänzen oder gestalten sie so um, dass sie für Alle zugänglich sind.
Erfahren Sie mehr zum Thema barrierefreies Webdesign:
words@business Klaudia Wagner M.A.
Suchbegriffe: Barrierefreies Webdesign, Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, zugängliche Webseiten
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